RJ45- und M12-Anschlüsse in Industrial Ethernet-Applikationen
Bei Industrial Ethernet-Applikationen unterscheidet Weidmüller zwischen drei „Anwendungsebenen“. Auf Basis dieser Ebenen ist festgelegt, welcher Anschluss und welche Art von Verkabelung am besten geeignet sind.
1. Ebene: „Backbone“-Verkabelung von Fertigungshallen
Im Fall dieser Anwendungen verwendet Weidmüller in der Regel Cat.7(PVC)-Kabel und RJ45-Cat.6A-Steckverbinder gemäß Channel-Link Class EA der ISO/IEC 11801 Ed.2.1: 2008. Damit sind die Verkabelungen für die nächsten zehn Jahre zukunftssicher.
2. Ebene: Schaltschrankverbindungen
Hier arbeitet Weidmüller überwiegend mit RJ45-IP67-Steckverbinder mit STEADYTEC-Technologie. Zum Teil kommt aber auch die M12-Anschlusstechnik zum Einsatz.
3. Ebene: Maschinenverbindungen
Aufgrund ihrer kompakten Bauweise und Vibrationsstabilität kommen hier überwiegend M12-Anschlüsse zum Einsatz. Für diese Lösung spricht weiterhin, dass sämtliche Maschinenprotokolle eine Cat.5/Cat.5e-Übertragung vorgeben und dass die Mehrheit der Feldgeräte über M12-Anschlüsse verfügt.
Es wird deutlich: Je näher man an die Maschine rückt, desto wichtiger werden die M12-Anschlüsse. In Bahnanwendungen und vergleichbaren Applikationen sind sie sogar verpflichtend vorgeschrieben. Weidmüller reagiert auf diesen Bedarf mit M12-Verbindungsleitungen, die im industriellen Einsatz optimal bestehen. Dabei geht Weidmüller neben Standardanforderungen auch auf spezielle Ansprüche der Industrie ein und bietet praxisorientierte Lösungen, etwa für den Einsatz in schwer zugänglichen und beengten Anwendungen oder in aggressive Umgebungen.