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Weidmüller mit leichtem Umsatzwachstum 2013 durch Expansion und Innovationen

Detmold, 02.12.2013 | Im Rahmen des diesjährigen Jahresabschlussgesprächs zeigte sich der Weidmüller Vorstand mit dem Verlauf des ablaufenden Jahres zufrieden

 
  • Umsatz erneut über dem Marktwachstum
  • Personalstamm weltweit ausgebaut
  • Energiewende und Industrie 4.0 auch 2014 Trendthema

„Der vielerorts prognostizierte wirtschaftliche Aufschwung ist zwar ausgeblieben, trotzdem wird Weidmüller auch 2013 mit einem leichten Umsatzplus abschließen“, bilanziert der Weidmüller Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Köhler auf dem Jahresabschlussgespräch.

 

Laut ZVEI wird im Markt mit einem Rückgang von rund drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr gerechnet. „Wir konnten das Ergebnis des Vorjahres übertreffen. Der Umsatz von Weidmüller ist 2013 gewachsen“, ergänzt Finanzvorstand Harald Vogelsang. Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller wie in den vergangenen Jahren auf der Hannover Messe im kommenden April präsentieren.

2013 wurde der Ausbau des Unternehmens vorangetrieben: mit der Einweihung der Produktionsstätte am Stoppelkamp wurde die Präsenz am Hauptsitz in Detmold um 2.500 m2 Produktions- sowie 1.100 m2 Bürofläche erweitert.

Der Weidmüller Vorstand (v.l.n.r.): Harald Vogelsang (Finanzvorstand), Elke Eckstein (Vorstand Operations), Volpert Briel (Vertriebsvorstand) und Dr. Peter Köhler (Vorstandsvorsitzender)

Auch in Rumänien wurde eine neue, 1.700 m2 große, Produktionshalle eingeweiht: „Die neue Produktionsstätte in Rumänien ist Teil der Wachstumsstrategie im osteuropäischen Raum“, berichtet Vertriebsvorstand Volpert Briel. „Gemeinsam mit der Eröffnung des Vertriebsbüros in Brasov stärken wir so die Kundennähe auf den dortigen Märkten.“ In einem neuen Entwicklungszentrum in Singapur werden unter anderem Komponenten für das neue I/O-System „u-remote“ gefertigt. Im Rahmen eines Joint Ventures im chinesischen Wenzhou werden unter dem Namen „Weidmüller Electric“ Relais und Relaisbaugruppen produziert. „Alle weltweit neu geschaffenen Arbeitsplätze sichern gleichzeitig auch Arbeitsplätze im globalen Weidmüller Produktionsnetzwerk“, erklärt Köhler.
Mit Blick auf die Entwicklung neuer, sich verändernder Märkte hat Weidmüller im Spätsommer die Division Elektrische Interfacetechnik gegründet. Sie orientiert sich an neuen Entwicklungen in der industriellen Produktion, der so genannten Industrie 4.0, derzeit eines der beherrschenden Branchenthemen: „Die industrielle Produktion zeichnet sich durch eine zunehmende Flexibilität der Fertigungssysteme und entsprechend komplexere Automatisierungskonzepte aus“, weiß Köhler zu berichten. „Wir reagieren hierauf mit innovativen Komponenten und intelligenten Lösungen und orientieren uns dabei stark an den Anforderungen unserer Kunden.“ In der Division Elektrische Interfacetechnik wurde unter anderem auch das neue I/O-System „u-remote“ entwickelt, von dem Weidmüller in den kommenden Jahren starke Impulse im Markt erwartet.

Mit einem umfassenden Netzwerk steht Weidmüller seinen Partnern weltweit zur Seite – für nachhaltig beste Verbindungen

Bei Weidmüller arbeiten weltweit derzeit rund 4.800 Männer und Frauen, knapp 1.900 davon am Hauptsitz in Detmold. „Wir haben insgesamt 278 neue Stellen geschaffen, davon 171 in Deutschland“, so Köhler. „Besonders stolz sind wir in diesem Zusammenhang auf unseren Nachwuchs.“ Rund 50 junge Menschen haben 2013 ihre Ausbildung bei Weidmüller begonnen, unter den diesjährigen insgesamt 41 Absolventen befanden sich drei Jahrgangsbeste der IHK Detmold zu Lippe. Ein weiterer beendete seine Ausbildung zum Zerspanungsmechaniker bei Weidmüller sogar als NRW-Landesbester. „Auszeichnungen wie diese zeigen, dass sich hohes Engagement während der Ausbildung auszahlt“, so Köhler.
„In einer Zeit des demographischen Wandels sind Unternehmen in zunehmendem Maße auf die Innovationen der jungen Menschen angewiesen. Hierbei spielen vor allem die Auszubildenden eine entscheidende Rolle.“
Neben der Industrie 4.0 rückt Weidmüller die Trendthemen Energiewende und Nachhaltigkeit in den Fokus der eigenen Bemühungen. Letzeres Thema hat 2013 deutlich an Fahrt aufgenommen: „Für uns ist das Thema nichts neues, erste Ansätze gab es bei Weidmüller schon in den 1970er Jahren“, so Harald Vogelsang. „Seitdem entwickeln wir uns in diesem Bereich kontinuierlich weiter.“ Mehrfach wurde das Unternehmen auch 2013 für seine in allen Bereichen auf Nachhaltigkeit ausgelegte Strategie ausgezeichnet: „Das Bundeswirtschaftsministerium hat uns zum Klimaschutzunternehmen erklärt, die Weidmüller Akademie erhielt das Siegel „Ort des Fortschritts“ und unser Innovationsmanagement bekam den ‚Top 100 Award Innovation‘“, so Vogelsang stolz.
Ein Ausblick auf das kommende Jahr gestaltet sich schwierig: „Die Entwicklung auf den Märkten ist derzeit kaum einschätzbar. Die beiden großen Branchenverbände rechnen mit einem Wachstum von drei Prozent.“, so Köhler. „Sicher ist, dass wir bei den branchenbeherrschenden Themen Industrie 4.0, Energiewende und Nachhaltigkeit gut aufgestellt sind.“ Aus diesem Grund rechnet der Vorstand auch bei Weidmüller für 2014 mit einem Umsatzwachstum im einstelligen Bereich: „Mit Blick auf die Prognosen der Verbände allerdings eher im unteren Bereich“, so Köhler.