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Zeitungen effizient aufwickeln

u-remote fungiert als Performancetreiber in Ferags intelligenten Weiterverarbeitungssystemen der Zeitungsproduktion.

 
Mit intelligenten Weiterverarbeitungssystemen für die Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion leistet die schweizerische Ferag AG einen wesentlichen Beitrag dazu, dass Printpublikationen pünktlich zu ihren Lesern gelangen. Als Performancetreiber im Rahmen der Automatisierung fungiert u-remote. Das Remote-I/O-Konzept von Weidmüller sichert in den Ferag MultiDiscs effiziente Prozesse nicht nur im laufenden Betrieb, sondern auch bereits auf dem Weg dorthin.

Zeitungen und Zeitschriften begleiten unseren Tag: vom eigenen Briefkasten über den Magazinständer beim Bäcker bis hin zu Kiosks, Supermärkten und Tankstellen. Im Wettlauf mit der digitalen Information wird das Zeitfenster zwischen Redaktionsschluss und Auslieferung der Printprodukte dabei immer schmaler. Insbesondere die täglich herausgegebenen Medien sollen mit größtmöglicher Aktualität zu den verschiedenen Vertriebsstätten oder personalisiert zum Leser gelangen. Als globaler Spezialist für intelligente Weiterverarbeitungssysteme für die Zeitungs- und Zeitschriftenproduktion widmet die weltweit führende Ferag AG ihre Lösungen daher durchgängig einer Idee: die Transportstrecken zwischen Druckmaschine und Paketversand möglichst produktiv zu gestalten.

Nahtloses Zwischenspeichern in der Zeitungsverarbeitung

 

Ein wesentlicher Bestandteil der effizienten Zeitungsverarbeitung ist das zeitweise Aufwickeln der Printprodukte auf raumsparende Zwischenspeicher, sogenannte MultiDiscs. Dieses System bietet eine Lösung für sämtliche Formate, ohne dass Umstellungen bei sich ändernden Produktlängen erforderlich sind. Sobald der leere Disc-Träger in die Wickelstation einfährt, startet ohne manuelles Zutun der Prozess des Aufwickelns. Volle Träger werden automatisch abgedockt und können mit einem Shuttle herausgenommen werden. Mit diesen Eigenschaften dient der mobile Träger beispielsweise dem nahtlosen Produkttransport zwischen verschiedenen Produktionszentren.

 

Zur fließenden Eingliederung des Aufwickelprozesses auf die MultiDiscs in die weiteren Verarbeitungsschritte ist eine präzise Vernetzung der einzelnen Teilsysteme gefordert. Den Schlüssel hierzu stellt eine leistungsstarke Automatisierung dar, die den zuverlässigen Anlagenbetrieb ermöglicht. Um die Automatisierungsaufgaben rund um ihre Systeme möglichst effizient zu meistern, setzt die Ferag AG hierbei auf Lösungen, die performante Technologien mit hoher Produktivität verbinden.

 

„Da wir im Serienmaschinenbau tätig sind, müssen sich die von uns eingesetzten Lösungen nicht im Einzelfall bewähren, sondern fortwährend – sowohl in unseren eigenen Prozessen als auch im Betrieb bei unseren Kunden. Entsprechend legen wir bei der Auswahl jeder Komponente doppelt hohe Maßstäbe an“, erklärt Stefan Sutter, Leiter Softwareentwicklung MC, den Anspruch von Ferag.

„Beim Redesign unseres Wickelautomaten MTD-10 war unser Ziel, ein hochproduktives, ausfallsicheres System zu schaffen. Nach eingehender

Beim Redesign seiner Wickelautomaten hat Ferag sich auf die Suche nach einem hochperformanten Remote-I/O-Systemen gemacht – und wurde bei Weidmüller fündig

Prüfung verschiedener Remote-I/O-Varianten ist unsere Wahl auf das neue System von Weidmüller gefallen, das mit seinen Eigenschaften optimal unseren Anspruch an eine leistungsstarke Automatisierung unterstützt.”

Kein Widerspruch: kompaktes Design und einfache Installation

 

Die Wickelautomaten kommen als modularer Bestandteil in verschiedenen Teilbereichen einer Ferag-Anlage zum Einsatz, beispielsweise als dynamischer Puffer zwischen Druckmaschinen und Versandraum oder als Zwischenspeicher für Vordrucke und Beilagen, welche erst später verarbeitet werden. Zur dezentralen Ansteuerung ist jeder MTD-10-Automat mit einer u-remote-Station versehen, die über EtherCAT an die übergeordnete ­Steuerung angeschlossen ist. In der Systemauslegung hat Ferag insbesondere die Kompaktheit des praxisnahen Remote-I/O-Konzepts überzeugt.

 

„u-remote spart dank der hohen Kanaldichte und seiner schmalen Bauform von nur 11,5 mm Modulbreite Platz und bietet flexible Gestaltungsmöglichkeiten“, weiß Cédric ­Hengartner von Weidmüller, der Ferag als Projektmanager für Industrieautomation beim Redesign der Wickelautomaten begleitet hat.

 

„Konkret profitiert Ferag davon, dass u-remote bis zu 64 I/O-Module mit nur einer einzigen Einspeisung am Koppler versorgt. Zwei hoch belastbare 10-A-Strompfade sind zudem intelligent getrennt, sodass eine separate Versorgung der Eingänge und Ausgänge erfolgt. Mit diesen Möglichkeiten können unsere u-remote-Stationen im Vergleich schmaler gestaltet werden als andere von Ferag betrachtete Lösungen. Besonders für dezentrale Schaltkästen wie an den Wickelautomaten ist das vorteilhaft, denn sie können besonders kompakt gehalten werden.“

 

Trotz des komprimierten Aufbaus fordert das System bei der Montage keine Kompromisse in puncto Handhabung – im Gegenteil: Dank der

Durch automatisches Auf- und Abwickeln von Printprodukten steigern MTD-10-Stationen von Ferag die Effizienz von Zeitungsproduktion und -versand

übersichtlichen steckbaren Anschlussebene profitieren die Installateure bei Ferag davon, dass sie die 48 Sensoren und 32 Aktoren pro Station mit vorkonfek­tionierten Leitungen anschließen können. Hinzu kommt der effiziente „PUSH IN“-Direktsteckanschluss, der ohne Sicherheitsverluste eine erhebliche Zeitersparnis mit sich bringt.

Diagnose über den Webserver – vor Ort und aus der Ferne

Neben einem stabil laufenden System gingen Ferags Anforderungen insbesondere in Richtung praxisgerechter Diagnosemöglichkeiten. „Ein großes Thema für uns sind sicherheitsrelevante Aspekte beim Aushändigen unserer Anlagensoftware. Vor diesem Hintergrund haben wir uns schon lange eine alternative Lösung gewünscht, um im Betrieb Diagnosen durchführen zu können“, erklärt Projektleiter Norbert Bürge, der die Softwareentwicklung für die MTD-10-Wickelautomaten verantwortet hat. „Das u-remote-System kam uns hier mit seinem integrierten Webserver sehr gelegen.“

 

Ohne vorherige Softwareinstallation erlaubt der Webserver Diagnosen per Fernzugriff über den Standardbrowser. Auch die Simulation von Eingängen und Forcen der Ausgänge sind ganz komfortabel vor Ort möglich. Mit diesen Eigenschaften hat der Webserver für Ferag nicht nur die sektions­weise Inbetriebnahme erleichtert, sondern beschleunigt auch Wartungsarbeiten im späteren Betrieb.

 

Beim Probelauf einer Anlage sowie auch im laufenden Betrieb kommen zudem die Vorteile der eindeutigen Zuordnung von Status und Diagnose zum Tragen. Diese erfolgt bei u-remote besonders einfach mit einer LED direkt am Kanal sowie Statusanzeigen an jedem Modul. Techniker erkennen Fehler sofort und können sie direkt beheben.

 

„Weidmüller hat uns die Möglichkeit gegeben, sämtliche Funktionalitäten von u-remote umfassend zu testen. Nach erfolgreicher Erprobung können wir das System daher heute mit Überzeugung in unsere Anlagen eindesignen“, berichtet Bürge. „Wir freuen uns, ein so stabiles, gut diagnosti­zierbares System gefunden zu haben, das unseren Anspruch an eine produktive Automatisierung von der Planung bis zum laufenden Betrieb erfüllt.“

Eingeplant in die dezentralen Steuerschränke der MTD-10-Stationen, sichert u-remote reibungslose Abläufe auf ganzer Linie