StartseiteUnternehmenKundenmagazin WIN!Im EinsatzSchnittige Lösung für Initiatoren und Aktoren

Schnittige Lösung für Initiatoren und Aktoren

Bei den Käseschneidmaschinen von ALPMA Alpenland Maschinenbau zählt Präzision bei jedem Schnitt. Die Initiator-Aktor-Reihenklemmen der ZIA-Reihe überzeugen hier durch ihren kompakten Aufbau und die integrierte Potenzialverteilung

 
Käselaibe, die so groß wie Wagenräder und zentnerschwer sind, gilt es durch die Schneidlinien von ALPMA exakt zu portionieren. Dabei werden täglich tonnenweise unterschiedliche Käsesorten verarbeitet. Jeder Schnitt am Käselaib richtet sich nach präzise ermittelten Größen- und Gewichtsparametern, damit am Ende die einzelnen Käsestücke exakt gleiches Gewicht haben.
Die präzisen ALPMA-Käseschneidemaschinen portionieren pro Tag Tonnen unterschiedlicher Käsesorten
„Beim Schneiden verschiedener Käsesorten ändern sich immer wieder die Konsistenz und Dimension, was eine kontinuierliche Anpassung des Schneidprozesses erfordert. Insbesondere bei sehr teuren Käsesorten ist leicht nachvollziehbar, wie wichtig unseren Kunden das Vermeiden jeglichen Give-Aways ist“, erläutert Georg Arnold von ALPMA. Unter Give-Away versteht man im Übrigen den überschüssigen Käse beim Zuschnitt. „Um stets das Beste aus jedem Käse herauszuholen, achten wir daher auf die Qualität jeder eingesetzten Komponente“, sagt er weiter.
Individueller Schaltschrankbau
Mit den Geschäftsbereichen Prozess-, Käserei- sowie Schneide- und Verpackungstechnik reicht die Produktpalette des Maschinen- und Anlagenbauers von der Verarbeitung der angelieferten Milch bis zum fertig verpackten Käse. Dabei sind die eigene Edelstahlverarbeitung und die individuelle Herstellung der Schaltschränke Teil der hohen Fertigungstiefe bei ALPMA.
Der Einsatz von Eigenkonstruktionen ist nicht nur auf die erforderliche Präzision der Systeme zurückzuführen. Auch die extremen Umgebungsbedingungen in der Käserei erfordern spezielles Know-how. Nahezu 100 Prozent Luftfeuchtigkeit und die kalt-heiße Reinigung stellen höchste Anforderungen an sämtliche Anlagenbestandteile. Im Bereich der Verbindungstechnik vertraut ALPMA auf Lösungen von Weidmüller.
Verlässliche Kontakte auch in widriger Umgebung
Als Anforderung aus der extremen Umgebung, in der die Anlagen von ALPMA zum Einsatz kommen, ergibt sich für sämtliche Anschlüsse zunächst eine absolut gasdichte Leitervercrimpung. Da der bloße Leiter durch die starke Luftfeuchte oxidiert, müsste die verbleibende blanke Stelle bei späteren Umverdrahtungen exakt getroffen werden, um erneut einen sicheren Kontakt herzustellen. Da die Stromschiene jedoch von außen nicht einsehbar ist, wäre dies ein reiner Glücksgriff.
Der mit Aderendhülsen vercrimpte Kontakt hat sich in der Praxis als verlässliche Lösung bewährt. Die Zugfeder der Weidmüller Reihenklemmen besteht aus hochwertigem rost- und säurebeständigem Stahl
 Zum Anschließen der Initiatoren und Aktoren kommen in den Anlagen von ALPMA Reihenklemmen der ZIA-Serie zum Einsatz
Zum Anschließen der Initiatoren und Aktoren kommen in den Anlagen von ALPMA Reihenklemmen der ZIA-Serie zum Einsatz
und zieht den Leiter dicht gegen die galvanisierte Kupfer-stromschiene. Durch die ausgleichende Wirkung der Zugfeder bleibt die gasdichte Verbindung auf Dauer erhalten – und überzeugt auch in puncto Rüttelsicherheit.
„Der Schaltschrank ist bei uns Teil der Maschinen. Insbesondere beim Transport, aber auch im laufenden Betrieb kommt es daher auf Verbindungen an, die Stößen und Vibrationen problemlos standhalten“, erklärt Arnold. „Mit dem Einsatz von Reihenklemmen mit Zugfederanschluss erzielen wir nicht nur Zeitersparnis bei der Installation, sondern auch bei der späteren Inbetriebnahme, da ein Nachziehen der Anschlüsse technologiebedingt entfällt. Selbst wenn wir heute Anlagen bis nach Russland oder Tasmanien liefern: Mit den rüttelsicheren Zugfederanschlüssen ist das Fehlerrisiko beim Leiteranschluss deutlich reduziert.“
Einfache Orientierung erleichtert Kontrollen
Zum Anschließen der Initiatoren und Aktoren kommen in den Systemen von ALPMA Reihenklemmen der ZIA-Reihe zum Einsatz. Im Gegensatz zu herkömmlichen 3-Stock- oder Durchgangsklemmen zeichnet sich das modulare Verteilersystem durch Platzersparnis und eine einfache Orientierung aus.
Zum Anschließen eines Initiators oder Aktors benötigt der Maschinenbauer lediglich die Basisreihenklemme ZIA 1,5 mit den Anschlüssen für die Signalleitung sowie die Verteilerleisten ZVL zur Versorgung der Initiatoren. Diese Verteilerleisten bilden das eigentliche Herzstück des Modulsystems: In ihnen sind die Querverbindungen zum Nachbarelement für Plus/Minus und Funktionserde bereits integriert. Ein manuelles Brücken für die 24-V-Versorgungsspannung entfällt somit.
Exakte Anpassungen in Echtzeit
„Zusammen mit der Plus/Minus-Verteilung sorgt die Farbgebung der ZIA-Klemmen für sofortige Übersicht über die Potenziale. Bei unseren Kontrollen vor und nach dem Transport einer Anlage sowie später im laufenden Betrieb bestehen so Eindeutigkeit und Transparenz“, berichtet Arnold. Jede ZIA-Klemme ist einem Sensor zugeordnet. Bei der Schneidemaschine handelt es sich hierbei um Analogsensoren in Form von Laser-Lichtschranken, welche die Käsekontur exakt erfassen.
Außerdem messen Drucksensoren auf Piezo-Basis das Gewicht des Käselaibs und leiten diese Informationen unter Berechnung des optimalen Schnittmusters an die Schneidemaschine weiter. Somit wird der Käse ohne Verluste verarbeitet. Eine weitere Kontrollwaage meldet die Information noch einmal an die Steuerung zurück, sodass sichergestellt wird, dass alle 120 Schnitte pro Minute gewichtsgenau verlaufen. Die Verdrängung der Käsemasse durch das Schneiden mittels Ultraschall wird dabei laufend kalkuliert, sodass in Echtzeit exakte Anpassungen erfolgen.
 Reihenklemmen der ZIA-Reihe zeichnen sich durch geringen Platzbedarf und eine einfache Orientierung aus

Reihenklemmen der ZIA-Reihe zeichnen sich durch geringen Platzbedarf und eine einfache Orientierung aus

Die großen Schneidemaschinen von ALPMA sind auf verschiedene Käsesorten einstellbar, was noch einmal zusätzliche Anforderungen an die Präzision mit sich bringt. Hier und auch bei Prozess- und Verpackungsanlagen sorgen Initiator-Aktor-Klemmen von Weidmüller für gute Kontaktsicherheit und unterstützen ALPMA dabei, das Beste aus dem Käse herauszuholen.
 »Mit dem Einsatz von Reihenklemmen mit Zugfederanschluss erzielen wir nicht nur Zeitersparnis bei der Installation, sondern auch bei der späteren Inbetriebnahme, da ein Nachziehen der Anschlüsse technologiebedingt entfällt.«

 

 

 

»Mit dem Einsatz von Reihenklemmen mit Zugfederanschluss erzielen wir nicht nur Zeitersparnis bei der Installation, sondern auch bei der späteren Inbetriebnahme, da ein Nachziehen der Anschlüsse technologiebedingt entfällt.«

 

Georg Arnold, Elektromechaniker-Meister bei ALPMA

 
 

Veröffentlicht im Februar 2014
Fotos: ALPMA Alpenland Maschinenbau