StartseiteIndustrienProzessÖl und GasReferenzenUniverselles Schaltschrankkonzept - Partnerschaftlich gelöst

Universelles Schaltschrankkonzept - Partnerschaftlich gelöst

Um dem hohen Anspruch an die Funktionalität von Sicherheitseinrichtungen gerecht zu werden, hat Bosch Rexroth eine sich selbst überwachende Steuerlösung entwickelt. Auf wenig Raum steckt darin viel Leistung. Das Erfolgsrezept dahinter: ein effizientes Zusammenspiel von Komponenten der Partner Bosch Rexroth und Weidmüller.

 

Die Steuerung der Kran- und Hebetechnik in
Offshore-Anwendungen, die Hochwasserentlastung bei Staudämmen sowie die Dampfdruckregelung in Kraftwerken haben eines gemeinsam: Es handelt sich um automatisierte Sicherheitseinrichtungen, auf die zu jeder Zeit bedingungslos Verlass sein muss. Diesem Anspruch wird Bosch Rexroth mit einer neuartigen Systemlösung gerecht.

„Ausgangsanwendung waren für uns Kraftwerke. Deren Betreiber standen bislang vor der Aufgabe, einmal jährlich die Sicherheitseinrichtungen real zu überprüfen. Das ist nicht nur kostspielig und bedeutet eine hohe Belastung für Kraftwerk und Netz – auch der Nutzen ist bedingt, da hierdurch lediglich Gewissheit besteht, dass die Sicherheitseinrichtungen in den vergangenen zwölf Monaten funktioniert haben.

 Haben die Anforderungen dieser und weiterer Industrieanwendungen im Blick: Projektbeteiligte von Bosch Rexroth und Weidmüller bei einem Besuch der Klippon®-Gehäusefertigung
Haben die Anforderungen vielfältiger Industrieanwendungen im Blick: Projektbeteiligte von Bosch Rexroth und Weidmüller bei einem Besuch der Klippon®-Gehäusefertigung
Für die Zukunft konnten aus dieser Erkenntnis jedoch bloß Annahmen gezogen werden“, berichtet Projektleiter Dirk Bracht von Bosch Rexroth. „Unser Self-Testing Safety System (STSS) für Kraftwerksapplikationen überprüft sich kontinuierlich selbst und dokumentiert laufend die Ergebnisse. Für Betreiber ist damit jederzeit nachvollziehbar, dass ihre Sicherheits-einrichtungen aktuell funktionieren. Zu den positiven ‚Nebeneffekten‘ gehört beispielsweise ein bis zu sechsmal längeres Proof-Test-Intervall, wodurch sowohl Belastung als auch Kosten gesenkt werden. Klar, dass wir bei einem solchen Ansatz größten Wert auf durchweg verlässliche Komponenten gelegt haben."

Kran- und Hebetechnik in Offshore-Anwendungen, Hochwasserentlastung bei Staudämmen sowie Dampfdruckregelung in Kraftwerken sind typische Einsatzgebiete der sich selbst überwachenden Steuerlösung. Für mehr Informationen klicken Sie auf die Bilder

Funktionalität auch im Notfall sichergestellt
Wo kontinuierliche Ansteuerung und Überwachung erfolgen sollen, kommt es in besonderem Maße auf eine dauerhafte Versorgung an. Um hierfür die beste Lösung zu finden, hat Bosch Rexroth sämtliche in Frage kommenden Schaltnetzgeräte einem intensiven Belastungstest unterzogen. Mit dem Ergebnis: Die PRO-M-Reihe von Weidmüller hat mit ihrem hohen Wirkungsgrad, der Überlastfestigkeit und den großen Leistungsreserven auf ganzer Linie überzeugt. Besonders beeindrucken konnten die Schaltnetzteile durch ihre ausgeprägte Festigkeit gegen Überspannung und Netztransienten, was breite Einsatzmöglichkeiten auch in speziellen Applikationen eröffnet. Damit der Steuerung trotz der hohen MTBF (Mean Time Between Failures) von einer Million Stunden auch bei Ausfall eines Netzgerätes noch die volle Energie zur Verfügung steht, wurde PRO-M redundant ausgelegt und mittels eines Diodenmoduls parallel geschaltet.

Auch die Ansteuerung der externen Stellglieder stellen Komponenten von Weidmüller sicher. Hierzu kommen die nur 6 mm breiten Relaiskoppler der TERMSERIES und bei Ex-Applikationen in der Prozessautomation zudem die eigensicheren Signalwandler aus der ACT20X-Reihe zum Einsatz. Über Weidmüller „PUSH IN“-Reihenklemmen erfolgt die vibrationsfeste elektrische Verdrahtung. Den schützenden Rahmen des Systems bildet ein Klippon®-TB-MH-Edelstahlgehäuse, das selbst im rauen, explosiven Umfeld allen Widerständen trotzt.

 Das Self-Testing Safety System (STSS) für Kraftwerksapplikationen: ein sich selbst überwachendes Steuergerät für Regel- und Schaltarmaturen, das Elektrik, Software sowie Hydraulik zu einem universellen Konzept kombiniert

Das Self-Testing Safety System (STSS) für Kraftwerksapplikationen: ein sich selbst überwachendes Steuergerät für Regel- und Schaltarmaturen, das Elektrik, Software sowie Hydraulik zu einem universellen Konzept kombiniert

Nicht zuletzt übernimmt Weidmüller auch die komplette applikationsgerechte Montage – sowohl der High-Level-Varianten für Kraftwerks- und Offshore-Applikationen als auch der Standardvariante für weitere Industriebereiche, etwa in Walzwerken.

Mehr Sicherheit bei weniger Anlagenstillstand

„Hoher Druck, extreme Temperaturen, Sicherheitsan-forderungen nach SIL 3 – mit diesen Bedingungen sind wir bestens vertraut“, erklärt Key Account Manager Christian Deppermann von Weidmüller. „So konnten wir Bosch Rexroth vielfach erprobte Komponenten für den Aufbau des universellen Schaltschrankkonzepts bieten. Hinzu kommt unser langjähriges Know-how in der Assemblierung einsatzfertiger Gehäuselösungen, auch für extreme Einsatzgebiete.

Mit diesem Leistungsangebot unterstützen wir optimal das modulare Baukastenprinzip, mit dem Bosch Rexroth seinen Kunden nicht nur Sicherheit, sondern auch ein hohes Maß an Flexibilität ermöglicht.“
 

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Veröffentlicht im November 2014