StartseitePresseUnternehmensmeldungenJahresabschlussgespräch 2016

Weidmüller erwartet Umsatz auf Vorjahresniveau

Währungseffekte, fehlende Impulse in Wachstumsmärkten und verschobene Projektgeschäfte wirken sich 2016 auf die Umsatzentwicklung aus
Industrie 4.0 und Digitalisierung zukünftig noch stärker im Fokus
Investitionen am Standort Detmold für eine innovative Zukunft

 

Detmold, 12.12.2016. Das Elektrotechnikunternehmen Weidmüller erwartet nach einem schwachen ersten Quartal 2016 einen Gesamtumsatz auf Vorjahresniveau. Das gab das Unternehmen auf dem diesjährigen Jahresabschlussgespräch am Hauptsitz in Detmold bekannt. „Das langsamere Wachstum in China und negative Währungseffekte haben sich auf unsere Umsatzentwicklung ausgewirkt“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Peter Köhler. Hinzu kommen der Einbruch des Projektgeschäfts in der Prozessindustrie infolge des gesunkenen Ölpreises und die Verschiebung von Projekten im Photovoltaik- und Windbereich. „Nach einem schwachen ersten Quartal haben wir die richtigen Maßnahmen getroffen, sodass wir das Jahr 2016 fremdwährungsbereinigtaller Voraussicht auf dem Niveau des Vorjahres abschließen werden“, ergänzt Finanzvorstand Jörg Timmermann. Den finalen Jahresabschluss wird Weidmüller wie in den vergangenen Jahren auf der Hannover Messe im kommenden April präsentieren. 

Der Vorstand der Weidmüller Gruppe (v.l.n.r.): José Carlos Álvarez Tobar (Vertriebsvorstand), Jörg Timmermann (Finanzvorstand), Elke Eckstein (Vorstand Operations) und Dr. Peter Köhler (Vorstandsvorsitzender)

 

Stärkerer Fokus auf Industrie 4.0, Digitalisierung und Automatisierung

Um zukünftig noch stärker von weltweiten Markttrends und übergreifenden Trendthemen zu profitieren, richtet Weidmüller seinen Fokus noch stärker auf Lösungen für die Bereiche Industrie 4.0, die Digitalisierung und Automatisierung aus. „Die Bedeutung von Daten und Datenanalyse wächst und auch der Bedarf von Vernetzungen für Geräte, vor allem Maschinen, steigt kontinuierlich an“, betont Köhler. Weidmüller nutzt die Digitalisierung dabei sowohl als Anbieter als auch als Anwender: „Unser Ziel ist es, mit dem Einsatz der entsprechenden Technologien die Wettbewerbsfähigkeit von Weidmüller nachhaltig zu steigern,  unser Produktportfolio und Services noch stärker in Richtung Automatisierung und Digitalisierung zu erweitern sowie neue Märkte zu erschließen“, so Köhler. Dafür treibt das Unternehmen seine Strategie 2020 noch konsequenter voran. „Industrie 4.0 und die Digitalisierung sind Schlüsselthemen der Industrie, mit denen wir dauerhaft verknüpft sind und für die Smart Factory von morgen Lösungen auf der Grundlage neuester Informations- und Kommunikationstechnologien anbieten wollen“, erklärt Köhler. Viel positives Kundenfeedback gab es dafür auf der SPS/IPC/DRIVES Ende November, auf der Weidmüller unter anderem eine Lösung für webbasiertes Engineering präsentierte, die – ergänzt um Steuerungskomponenten – eine Weiterentwicklung der etablierten Remote-I/O-Lösung „u-remote“ darstellt.

 

Investitionen im zweistelligen Millionenbereich für innovative Zukunft

Durch Investitionen im zweistelligen Millionenbereich im Jahr 2016 sichert Weidmüller gleichzeitig seine Zukunft am Standort Detmold. „Wir stärken  den Standort nachhaltig als Technologiestandort und bauen Detmold als Kompetenzzentrum für die  Metall – und Oberflächenbearbeitung weiter aus“, erklärt der Vorstand Operations Elke Eckstein. Mehr als sieben Millionen Euro investiert das Unternehmen dafür im abgelaufen Jahr – vor allem in den Umbau der Metallfertigung. Darüber hinaus plant der Elektrotechnikspezialist derzeit in Detmold ein neues Customer & Technology Center (CTC). Der neue Gebäudekomplex soll in der Klingenbergstraße entstehen und mit knapp 12.000 Quadratmetern Gesamtfläche Platz für rund 400 Mitarbeiter bieten. Die Grundsteinlegung ist für das erste Quartal 2017 geplant. „Das Customer & Technology Center ist ein wesentlicher Baustein unseres Zukunftskonzepts, mit dem wir die globale Vernetzung zwischen unseren weltweiten Standorten sowie unseren Mitarbeitern vorantreiben und technologische Kompetenzen bündeln wollen“, verdeutlicht Köhler. Bei Weidmüller arbeiten weltweit knapp 4.500 Mitarbeiter, knapp 2.000 inklusive Auszubildende, Förder- und Werkstudenten davon am Hauptsitz in Detmold.

 

Neuaufstellung der Vertriebsregionen für größere Nähe zum Kunden

Mit Blick auf die Entwicklung neuer, sich verändernder Märkte ist die internationale Präsenz weiterhin ein wichtiger Faktor. Um noch näher an den internationalen Kunden und in Wachstumsmärkten präsent zu sein, Synergien besser zu nutzen und die Wettbewerbsfähigkeit zu stärken, hat Weidmüller in der Mitte des Jahres seine Vertriebsregionen neu geordnet. „So können wir uns effektiver auf die sich verändernden Bedürfnisse unserer Kunden einstellen, auf regionalspezifische Anforderungen optimaler eingehen und gleichzeitig  mögliche Schwankungen in den weltweiten Märkten ausgleichen“, erläutert  Vertriebsvorstand José Carlos Álvarez Tobar. „An ersten Erfolgen erkennen wir, dass die neue Regionalstruktur die gewünschten Ergebnisse erzielt.“

 

Schwierige Prognose für 2017

Eine Prognose für das kommende Jahr gestaltet sich schwierig. Zahlreiche Faktoren wie der Austritt Großbritanniens aus der EU, die Auswirkungen der Präsidentschaftswahlen in den USA und auch die weitere Entwicklung des  Ölpreises sorgen für eine unsichere Lage auf den Weltmärkten: „Die Entwicklung ist derzeit nur schwer einzuschätzen. Der ZVEI rechnet mit einem Wachstum in Deutschland von zwei Prozent und weltweit von vier Prozent“, so Köhler. „Sicher ist, dass wir bei den branchenbeherrschenden Themen Industrie 4.0, Digitalisierung und Automatisierung durch unsere Innovationen und Investitionen gut aufgestellt sind.“ Aus diesem Grund rechnet der Vorstand bei Weidmüller für 2017 mit einem Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

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