Weidmüller Wire Processing Center (WPC)

Weidmüller Wire Processing Center (WPC)
Optimierung des Verdrahtungsaufwands: CAE-Daten können von der Planung einfach an das WPC übertragen werden.

Weidmüller Wire Processing Center (WPC)

Halbautomatisierte Kabelkonfektionierung und Markierung – modulares System kommunikationsfähiger Kabelbearbeitungsmaschinen und Drucker – Direkter EPLAN-Import und anderer CAE-Programmen via CSV-Datei – alle Maschinen auch im Stand-alone-Modus nutzbar

Kabelkonfektionierung, Verdrahtung und Markierung gehören nach wie vor zu den zeitintensivsten Tätigkeiten im Schaltschrankbau. Zwar gibt es vollautomatisierte Systeme für die Großserienfertigung, die sich aber nicht für das Projektgeschäft des Schaltschrankbauers eignen beziehungsweise rentieren. Er muss häufig noch zum klassischen Werkzeug greifen. Genau an diesem Punkt setzt das Wire Processing Center (WPC) von Weidmüller an – perfekt aufeinander abgestimmte Komponenten, die auf einem fahrbaren Werktisch Platz finden. Damit ist der kompakte Arbeitsplatz überall dort positionierbar, wo er gebraucht wird. Improvisiertes Arbeiten vor dem Schaltschrank oder ein ständiges Pendeln zwischen Montageort und Arbeitsplatz entfällt. Das Center besteht aus einem Ablängautomaten, einem Abisolier- und Crimpautomaten sowie einem Thermotransferdrucker. Ferner gibt es Kabelzuführungssysteme für Kabelrollen direkt am WPC oder eine Zuführung von vorgelagerten Systemen bspw. für größere Kartonboxen. Ein Regalsystem für die Bevorratung von Verbrauchsmaterialien ist ebenfalls enthalten. Mit dem WPC lassen sich Leiterquerschnitte von 0,5 mm2 bis 2,5 mm2 (~ AWG 20 – 14) verarbeiten.

Eine intuitiv bedienbare Software navigiert den Nutzer durch den Konfektionierungsprozess und kontrolliert die korrekte Abarbeitung einzelner Arbeitsschritte. Diese teilautomatisierte Kabelkonfektionierung beschleunigt den Prozess um bis zu 80 Prozent, da beispielsweise die Kabel automatisch passend abgelängt werden, während gleichzeitig schon die Leitermarkierer gedruckt werden. Der Nutzer muss nur noch die Markierer aufstecken und die Leiterenden in den Crimpautomaten einführen. Dieser hat sich gesteuert durch die Software automatisch auf den korrekten Leiterquerschnitt eingestellt. Bedienfehler durch den Anwender können somit vermieden werden.

Die Aufträge lassen sich auf einem 15“-Touchscreen Display bequem visualisieren und filtern, so dass sich beispielsweise alle Aufträge mit einem bestimmten Leiterquerschnitt nacheinander, ohne Rollenwechsel, abarbeiten lassen. Der Anwender kann aber auch einzelne Komponenten aus der Prozessfolge herausnehmen, zum Beispiel wenn die Markierung erst zu einem späteren Zeitpunkt direkt am Schaltschrank erfolgen soll.

Zusätzliche Flexibilität bietet das WPC dadurch, dass alle Komponenten im Stand-Alone Modus auch in ihren jeweiligen Einzelfunktionen genutzt werden können. Auch kurzfristige Änderungen, wie sie im Projektgeschäft häufig auftreten, können direkt am WPC vorgenommen werden. Der Anwender kann jederzeit völlig flexibel zwischen rein manueller Bedienung und einem stark automatisierten Prozess pendeln.

Für die Einspeisung der Konfektionsdaten gibt es die vorgelagerte Planungssoftware WPC-Tool, die dem Planer jede Freiheit lässt. Daten können direkt aus EPLAN oder CSV-Files eingelesen, aber auch manuell eingegeben werden. Aus der Planungssoftware können diese Daten über ein firmeneigenes Netzwerk direkt an das WPC übertragen oder ansonsten mittels USB-Stick transferiert werden

Das Wire Processing Center ist individuell auf den Arbeitsplatz abstimmbar und in bestehende Strukturen integrierbar. Werden zunächst nur einzelnen Komponenten (Maschine oder Drucker) in der Fertigung eingesetzt, können die weiteren WPC-Systemkomponenten jederzeit einfach ergänzt werden. Das Chassis bietet außerdem zusätzliche Anschlussmöglichkeiten wie USB, Netz und Druckluft. Mit dem Wire Processing Center sind Schaltschrankbauer in der Lage, ihre Arbeitsprozesse bei gleichbleibend hoher Qualität zu optimieren.

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