Die europäische Chemikalienverordnung REACH steht für die Registrierung, Evaluierung und Autorisierung von Chemikalien.

In Artikel 1 der REACH-Verordnung sind folgende Ziele formuliert:

  • die Sicherstellung eines hohen Schutzniveaus für die menschliche Gesundheit und die Umwelt
  • die Förderung von alternativen Beurteilungsmethoden für die von den Stoffen ausgehenden Gefahren
  • die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit und Innovation

Um die nach Artikel 1 der REACH-Verordnung formulierten Ziele innerhalb des Unternehmens Weidmüller zu erfüllen, wurden bereits im Vorfeld von REACH richtungweisende Maßnahmen getroffen und auch heute und in Zukunft hat ein sorgfältiges Handeln gemäß der Richtlinie oberste Priorität. REACH ist ein sich ständig weiterentwickelndes System, das nur dann Erfolg haben wird, wenn flexibel und dynamisch auf neue Erkenntnisse oder neu entstandenen Bedarf reagiert wird. Als umweltbewusstes Unternehmen nimmt Weidmüller seine Verantwortung für die Kommunikation innerhalb der Lieferkette und für den gesamten Informationsfluss innerhalb der REACH-Verordnung 1907/2006 wahr.

Die Informationspflicht nach REACH-Artikel 33 für Stoffe in Erzeugnissen gilt nur für sogenannte besorgniserregende Stoffe (Substances of very high concern – SVHC). Welche Stoffe dieses im Einzelnen sind, entscheidet die Europäische Chemikalienagentur ECHA (vgl. REACH Art. 59). Die jeweils aktuelle Version der Kandidatenliste ist auf der Webseite der ECHA einsehbar.

Die Informationspflicht nach REACH-Artikel 33 für Stoffe in Erzeugnissen gilt nur für sogenannte besorgniserregende Stoffe (Substances of very high concern – SVHC). Welche Stoffe dieses im Einzelnen sind, entscheidet die Europäische Chemikalienagentur ECHA (vgl. REACH Art. 59). Die jeweils aktuelle Version der Kandidatenliste ist auf der Webseite der ECHA einsehbar.

Basierend auf den bisherigen Auskünften unserer Lieferanten, befinden sich SVHC-Stoffe, oberhalb deklarationspflichtiger Grenzwerte aus Art. 33 in einigen Weidmüller Produkten. Potenziell können sich für Weidmüller Produkte weitere Deklarationspflichten aus Art. 33 ergeben, beispielsweise durch die Bekanntgabe neuer SVHC-Stoffe in der Kandidatenliste. Sobald sich die Verpflichtung zur Deklaration von SVHC-Stoffe in weiteren Weidmüller Produkten ergibt, werden Informationen über betroffenen Produkte und darin enthaltenen SVHC Substanzen im Online Katalog in den Merkmalen des jeweiligen Produkts publiziert.

Sollten Sie das jeweilige Produkt dort nicht identifizieren können oder haben Sie weitere Fragen zu dem Thema, können Sie sich gerne unter Angabe der Artikelnummer an unser Team (green-compliance@weidmueller.com) wenden.

Häufig gestelte Fragen zum Thema REACH bei Weidmüller

Häufig gestelte Fragen zum Thema REACH bei Weidmüller

Welche Rolle nimmt Weidmüller in der Supplychain unter REACH ein?

  • Die Firmen der Weidmüllergruppe nehmen in der REACH Hierarchie die Rolle des sogenannten „Nachgeschalteten Anwenders“ ein, da weder Zubereitungen und Stoffe selbst hergestellt, noch außerhalb des Europäischen Wirtschaftsraums [EWR] eingekauft werden.

Wie hat Weidmüller sichergestellt, dass alle Stoffe in den WM-Produkten vorregistriert wurden?

  • Als ausschließlich Nachgeschalteter Anwender hat Weidmüller keine eigene Pflicht Stoffe selbst zu registrieren, daher wurden all unsere Zulieferer hinsichtlich Ihrer Pflichten zur Registrierung bzw. Vorregistrierung aufmerksam gemacht.

Kann Weidmüller eine Auskunft über den Status der Registrierung bzw. Vorregistrierung von Stoffen geben?

  • Da die meisten unserer Lieferanten wie Weidmüller selbst, entweder die Rolle des nachgeschalteten Anwenders oder Händlers einnehmen und diese somit Ihrerseits die vorgeschalteten Lieferanten zu einer Vorregistrierung relevanter Stoffe auffordern, liegen uns zur Zeit noch keine abschließenden Aussagen vor.

Erwartet Weidmüller durch REACH verursachte Lieferschwierigkeiten bzw. Abkündigungen von Produkten?

  • Da wir fast ausschließlich auf Lieferanten im Europäischen Wirtschaftsraum zurückgreifen und hier die gesetzliche Verpflichtung zur Registrierung von Stoffen besteht, gehen wir von keinerlei Störungen unserer Lieferfähigkeit durch REACH aus.

Welche Pflichten hat Weidmüller unter REACH?

  • Weidmüller als Lieferant von Artikeln, hat die Verpflichtung für den Vertrieb in den Europäischen Wirtschaftsraum über die Gegenwart der besonders besorgniserregenden Stoffe (REACH Art. 57, 59) ab einem Grenzwert von 0,1 Massenprozent bezogen auf das Produktgewicht Auskunft zu erteilen Art. 33(1.). Wer ist der REACH-Beauftragte für die Weidmüllergruppe?