RoHS

RoHS

Die Einschränkung von Blei und neun weiteren potenziell gefährdenden Stoffen, die in Elektro- und Elektronikgeräten verwendet werden, ist durch die EU-Richtlinie RoHS festgelegt.

Als werteorientiertes Unternehmen ist sich Weidmüller seiner Verantwortung gegenüber Kunden, Mitarbeitern, Gesellschaft und Umwelt bewusst. Daher ist es für Weidmüller eine Selbstverständlichkeit, im Rahmen der RoHS-Richtlinie 2011/65/EU seine Verantwortung wahrzunehmen.
Wir geben Ihnen im Folgenden einen Überblick über die Inhalte der Richtlinie.

Eckdaten zur RoHS Richtlinie 2011/65/EU

Am 21. Juli 2011 ist die Richtlinie 2011/65/EU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 08. Juni 2011 zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (sog. RoHS-Richtlinie) in Kraft getreten. Die Richtlinie wird in Deutschland durch eine eigenständige Verordnung, die Verordnung zur Beschränkung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (Elektro- und Elektronikgeräte-Stoff-Verordnung – ElektroStoffV), umgesetzt, die eine Anpassung des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes notwendig macht. Die RoHS-Direktive unterliegt einem fortwährenden Reevaluierungszyklus. Das bedeutet konkret, dass alle vier Jahre neue Substanzen verboten bzw. Ausnahmeregelungen entfallen oder neu aufgenommen werden können. Im Juli 2019 hat eine Erweiterung des Anhang II der Richtlinie über den Änderungsantrag (EU)2015/863 stattgefunden. Die Liste der regulierten Stoffe wurde um vier so genannte Weichmacher erweitert. Der ursprüngliche Name der Richtlinie 2011/65/EU bleibt jedoch bestehen.

Unter die Direktive fallen folgende Substanzen aus Elektroprodukten:


  • Blei (Pb)
  • Quecksilber (Hg)
  • Cadmium (Cd)
  • sechswertiges Chrome (Cr (VI))
  • Polybrominiertes Biphenyl (PBB)
  • Polybromierter Diphenylehter (PBDE)
  • Bis(2-Ethylhexyl) phthalate (DEHP)
  • Benzyl butyl phthalate (BBP)
  • Dibutyl phthalate (DBP)
  • Diisobutyl phthalate (DIBP)

Aufgrund der Tatsache, dass sich nicht alle Stoffe problemlos aus elektrischen und elektronischen Produkten substituieren lassen, findet sich im Annex A der Direktive ein Ausnahmekatalog. Diese Ausnahmen gelten zeitlich befristet, materialübergreifend oder applikationsabhängig.

Gerätekategorien RoHS

  • Haushaltsgroßgeräte
  • Haushaltskleingeräte
  • IT- und Telekommunikationsgeräte
  • Geräte der Unterhaltungselektronik
  • Beleuchtungskörper
  • Elektrische und elektronische Werkzeuge (mit Ausnahme ortsfester industrieller Großwerkzeuge)
  • Spielzeug sowie Sport- und Freizeitgeräte
  • Medizinprodukte / In Vitro Medizinprodukte
  • Überwachungs- und Kontrollinstrumente
  • Automatische Ausgabegeräte
  • Alle Elektrogeräte, die nicht in den Kategorien 1-10 erfasst sind