Einer für alle – und alles in der Ex-Zone

Eigensicher, universell und vor allem einfach zu konfigurieren: Diese Eigenschaften machen die ACT20X-Signalwandler zur optimalen Lösung für Tyratronics, einen schwedischen Systementwickler. Mit den Geräten lassen sich Signale innerhalb der Steuerungslösungen für Gasfüllanlagen präzise und flexibel wandeln.

Einer für alle – und alles in der Ex-Zone

Ein Signalwandler für alle Ex-Zonen – Tyratronics, Schweden

„Unser Ziel ist es, unsere Lösungen präzise auf die individuellen Gegebenheiten und Anforderungen jedes Kunden abzustimmen. Dazu gehört auch die Anpassung an länderspezifische Normen und Sicherheitsvorschriften. Bei unseren vier Steuerungs- und Regelungssystemen für Gasfüllanlagen ist es daher selbstverständlich, dass sämtliche Komponenten uneingeschränkt sicher in explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden können“, erklärt Stig Corneliusson, Vertriebsleiter bei Tyratronics.

„Wir benötigten eine Lösung, mit der sich Signale in explosionsgefährdeten Bereichen sicher erfassen lassen. Mit dem eigensicheren ACT20X-Signalwandler von Weidmüller haben wir die optimale Lösung gefunden.“

Ein Produkt für alle explosionsgefährdeten Bereiche und Sensortypen

Je nach Kunde und Einsatzort müssen die Systeme von Tyratronics für die Zonen 0, 1 oder 2 geeignet sein. Für das schwedische Unternehmen war daher entscheidend, einen Signalwandlertyp für all diese Anwendungen einsetzen zu können.

Eine weitere Anforderung an die Flexibilität bestand darin, dass sich der Signalwandler für unterschiedliche Sensortypen konfigurieren lässt. Das ist nicht nur kosteneffizient: Der Einsatz eines universellen Moduls vereinfacht sowohl die Installation als auch spätere Servicearbeiten, da das technische Personal nur mit einem Produkt vertraut sein muss. Auch der Austausch und die Erweiterung von Systemen werden dadurch erleichtert. Für diese Anforderungen war der ACT20X geradezu prädestiniert.

„In explosionsgefährdeten Bereichen hat die Vermeidung gefährlicher Situationen oberste Priorität. Deshalb kommt hier ein eigensicherer Stromkreis zum Einsatz. Spannungs- und Strombegrenzer limitieren die in den Bereich eingebrachte Energie. Dadurch wird eine Zündung durch Funkenbildung oder thermische Effekte wirksam verhindert“, erklärt Claes Lindgren, Vertriebsmitarbeiter bei Weidmüller.

„Unser ACT20X-Signalwandler bietet einen eigensicheren Eingang für Analoge Norm-, Temperatur- und Widerstandssignale und trennt damit den explosionsgefährdeten Bereich vom sicheren Bereich. Mit sechs verschiedenen Grundfunktionen deckt das universelle Produktspektrum das gesamte Feld der Ex-Anwendungen ab. Signale aus allen drei Ex-Zonen werden präzise für die Steuerung aufbereitet.“

Zuverlässige, standardisierte Signalwerte

In den Anwendungen von Tyratronics wird die Gastemperatur mit einem PT100-Widerstandsthermometer (RTD) in Dreileiterschaltung sowie mit Thermoelementen (TC) gemessen. Zur Erfassung des Gasdurchflusses wird ein 4–20-mA-Signal verwendet. Die Signale aller drei Sensortypen können mit nur einem Modul verarbeitet werden, da Tyratronics den Signalwandler bedarfsgerecht konfigurieren kann.

Sensornah eingesetzt, bieten die ACT20X-Module optimale Voraussetzungen, um die Sensor- und Steuerungsebene galvanisch voneinander zu trennen und zuverlässige, standardisierte Signalwerte bereitzustellen. Der Betreiber der Gasanlage profitiert von präzise ermittelten Messwerten, die als stabile 4–20-mA-Signale über lange Strecken übertragen werden können.

Die Eigenschaften des ACT20X stellen sicher, dass Temperaturschwankungen, elektromagnetische Störungen, Vibrationen, Korrosion und explosionsgefährdete Atmosphären die Genauigkeit der Signalübertragung und -wandlung nicht beeinträchtigen.

Zusätzliche Sicherheit bieten die umfassenden Überwachungs- und Alarmfunktionen des Signalwandlers. Der integrierte, programmierbare Relaisausgang gibt im Fehlerfall Meldungen und Alarme aus. Dies erleichtert die Fehlersuche und erhöht dadurch die Anlagenverfügbarkeit. Tyratronics nutzt diese Funktion, um bei einer Leckage einen Alarm auszulösen. Über ein festgelegtes Temperaturfenster lässt sich zudem die Gastemperatur überwachen, sodass bei zu hohen Werten unmittelbar ein Alarm ausgegeben wird.

Zusätzliche Sicherheit bietet eine integrierte Alarmfunktion für Leitungs- oder Sensorfehler über ein weiteres eingebautes Relais. Tritt an einem angeschlossenen Gerät ein Fehler auf, wird ein Diagnosesignal an die Steuerung gesendet. Der Fehler kann dadurch unmittelbar erkannt und behoben werden.

Bildgestützte Konfiguration

„Wir haben auch andere Produkte getestet, hatten jedoch immer wieder Probleme bei der Programmierung über den PC. Für uns ist es sehr wichtig, dass unsere Kunden auch nach der Übergabe unseres Systems von einer Konfiguration profitieren, die so einfach wie bei einer Standardanwendung ist. Daher fiel uns die Entscheidung für dieses Produkt leicht“, berichtet Automatisierungsingenieur Johnny Andersson über seine Erfahrungen.

„Die Lösung von Weidmüller hat uns positiv überrascht. Nach der erfolgreichen Installation und Konfiguration der Software lief alles reibungslos. Anschließend mussten wir nur noch das Gerät anschließen und konnten sofort loslegen.“

Die Konfigurationssoftware basiert auf der herstellerunabhängigen FDT/DTM-Technologie. Dadurch lassen sich alle ACT20X-Produkte über einen PC individuell an unterschiedliche Prozessanwendungen anpassen. Weidmüller stellt für die Module einen Device Type Manager (DTM) bereit, der in jeder FDT-basierten Rahmenapplikation eingesetzt werden kann.

Der DTM ermöglicht die schnelle und präzise Konfiguration von Geräteeinstellungen sowie die Analyse von Mess- und Diagnosedaten. Darüber hinaus unterstützt der DTM die eindeutige Identifikation angeschlossener Geräte innerhalb der FDT-Umgebung.

„Die präzisen und umfangreichen Einstellmöglichkeiten der ACT20X-Module bieten uns insgesamt den größten Vorteil. Besonders hilfreich sind beispielsweise die Abbildungen in der Konfigurationssoftware. Sie zeigen sehr anschaulich, wie die Anschlüsse ausgeführt werden müssen. Das ist besonders bei komplexen Projekten wie diesem hilfreich, da verschiedene Anschlussmöglichkeiten bestehen“, berichtet Andersson.

„Die übersichtlichen Abbildungen reduzieren das Fehlerpotenzial erheblich. Davon profitieren auch unsere Kunden, da sie Anpassungen an den Signalwandlern einfach selbst vornehmen können. Unsere Erfahrung zeigt, dass dies in der Praxis sehr gut funktioniert.“